Dienstag, 24. Dezember 2013

Weihnachtsgeschichte

In Italien erzählt man sich die Geschichte vom Grafen Conte:

Conte verliess niemals das Haus, ohne sich zuvor eine Handvoll Bohnen einzustecken. Er tat dies nicht etwa, um die Bohnen zu kauen. Nein er nahm sie mit, um so die schönen Momente des Tages bewusster wahrzunehmen und um sie besser zählen zu können. Für jede positive Kleinigkeit, die er tagsüber erlebte - zum Beispiel einen freundlichen Gruss auf der Strasse, das Lachen eines ihm vertrauten Menschen, ein Kompliment, ein köstliches Mahl, ein Glas guten Weines - für alles, was die Sinne erfreute, liess er eine Bohne von der rechten in die linke Jackentasche wandern. Manchmal waren es gleich zwei oder drei. Abends sass er dann zu Hause und zählte die Bohnen aus der linken Tasche. Er zelebrierte diese Minuten. So führte er sich vor Augen, wie viel Schönes ihm an diesem Tag widerfahren war und freute sich.


Ich wünsche allen eine ruhige und besinnliche Weihnachten und alles Gute fürs neue Jahr. 

karin








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